Katharina Tempelmeier besteigt Thron

Geschrieben von Andreas Kokemoor. Veröffentlicht in Berichte

Kleinendorfer bejubeln die erste Schützenkönigin in ihrer Vereinsgeschichte

Von Andreas Kokemoor


Kleinendorf (WB). Es ist ein langes Warten für die vielen hundert Zuschauer gewesen.
Am Ende jedoch hat das Kleinendorfer Königsschießen mit einer angenehmen Überraschung aufgewartet.

Die neue Kleinendorfer Schützenkönigin (und erste in der Vereinsgeschichte überhaupt) wird von den Schützendamen ins Festzelt getragen: Katharina Tempelmeier regiert. Fotos: Kokemoor
Die neue Kleinendorfer Schützenkönigin (und erste in der Vereinsgeschichte überhaupt) wird von den
Schützendamen ins Festzelt getragen: Katharina Tempelmeier regiert.                     Fotos: Kokemoor


Im 90. Jahr des Vereinsbestehens wird der Schützenverein Kleinendorf zum ersten Mal von einer Frau regiert. Katharina Tempelmeier, Specker Straße, schoss den Adler mit 402. Schuss ab.
Groß war der Jubel der Besucher, als die neue Regentin auf einen Stuhl gesetzt und in die Königsloge des Festzeltes getragen wurde. Sie nimmt ihren Mann Walter mit auf den Thron. Er hat bereits beste Erfahrungen mit der Majestätenwürde, war er doch im Jahr 2005 selbst regierender Schützenkönig und seine Gattin Königin.
Walter Tempelmeier gehörte übrigens auch am Sonntag mit zu den Scharfschützen. Wie die anderen Scharfschützen Hartmut Thielemann (Vizekönig), Kalli Alert, Thomas Eggstein, Frank Schütte, Björn Volber, Frank Baumann, Petra Brock und Doris Tieker musste er sich seiner Frau geschlagen geben.
Die neue Königin wählte Marlies und Friedhelm Möller als Adjutantenpaar. Das Beiwerk des hölzernen Adlers hatten sich Doris Tieker (Krone), Achim Salge (Reichsapfel) und Jürgen Tysper (Zepter) gesichert.
Neuer Jungschützenkönig ist Dominik Freund, der den Adler mit dem 337. Schuss zu Boden purzeln ließ. Er wählte Melissa Brockmeyer zur Jungkönigin und Magnus Rehling als Adjutanten.

Dominik Freund, hier im T-Shirt des Falcon Regiments, ist neuer Kleinendorfer Jungschützenkönig.
Dominik Freund, hier im T-Shirt des Falcon Regiments, ist neuer Kleinendorfer Jungschützenkönig.


Sturmschützen waren Saskia Hemminghaus, Dominic Tieker, Mirko Windhorst und Daniel Gerth. Auch bei den Jungschützen hätte beinahe eine Frau regiert: Saskia Hemminghaus gab den vorletzten Schuss ab. Das Beiwerk des Jungschützenadlers ging an Christian Detering (Krone), Daniel Gerth (Reichsapfel) und Nico Klinkhart (Zepter).

Celine Krupka ist neue Kinderkönigin.
Celine Krupka ist neue Kinderkönigin.
Bei den Kindern setzte sich mit Celine Krupka ebenfalls zum ersten Mal eine Königin durch. Sie schoss den Adler mit dem 317. Schuss ab und besteigt mit ihrem Prinzen Fabrice Ottenberg den Thron der Kleinendorfer Kinder.
Zu ihrer Adjutantin wählte sie Lara JoyVorsitzender Hermann Buchholz nahm gleich nach dem Fall des letzten Adlers die Proklamation vor. Er danke den scheidenden Majestäten Dieter Brockschmidt und Manuela Aspelmeier (Altkönigspaar), dem Jungkönigspaar Christian Detering und Jennifer Tysper sowie dem Kinderkönigspaar Tristan Lintelmann und Mira Steinkamp für ihre überaus würdevolle Regentschaftszeit. In dieses Dankeschön schloss Hermann Buchholz auch die Adjutanten mit ein.
Dieter Brockschmidt wurde zum Stabsfeldwebel befördert und Christian Detering zum Feldwebel.ce Tehler und als Adjutanten Nikita Schatz.

Nach der Proklamation mussten die vielen Besucher nicht nach Hause fahren, um sich das Fußball-Länderspiel anzuschauen: Im Festzelt hatten die Kleinendorfer dafür gesorgt, dass das Spiel auf Großbild-Leinwänden verfolgt werden konnte. Vereinsschriftführer Jörn Brockschmidt berichtete der RAHDENER ZEITUNG, dass das schlimme Unwetter am Freitag Auswirkungen auf das Schützenfest hatte. »Leider waren auch einige unserer Mitglieder sowie die Kameraden unserer befreundeten Schützenvereine von Schäden betroffen. Sie blieben am Freitag unserer Veranstaltung aus verständlichen Gründen fern.«
Auch am Samstag litt das Fest ein wenig unter dem Wetter. Aufgrund des lang anhaltenden Starkregens verzichtete der Verein auf den traditionellen Festmarsch vom Königshaus Brockschmidt zum Platz am Museumshof. »Das haben wir sehr bedauert, weil ja so viele Anlieger ihre Grundstücke liebevoll geschmückt hatten.«